Es ließ sich nicht vermeiden, nach rund 5 Jahrzehnten mußte saniert werden. Natürlich auf aktuellem und höchstem Niveau, dachte ich mir. Wenn schon, denn schon. Also: Da kommt nur die Zahnklink in Betracht. Zumal mir der Zahnarzt, mit dem ich einen Termin vereinbart hatte, in höchsten Tönen als ein Spitzenmediziner empfohlen wurde.
Aber bevor es losging, mußten natürlich erst einmal Verträge geschlossen und Unterschriften geleistet werden. Die Charité ist ja schließlich auch so etwas Ähnliches wie eine Behörde.
Wenn man sich dann aber mal den Text des Vertragsformulars in Ruhe durchliest (was ich dann ein paar Tage, nachdem ich die Unterschrift geleistet hatte, gemacht habe), weiß man genau, wie man es macht, wenn man seine Patienten schnellstmöglich wieder loswerden will:
Der Patient bzw. sein gesetzlicher Vertreter ist damit einverstanden, dass die zahnärztliche Behandlung vorwiegend von Studenten durchgeführt wird. Ein Anspruch auf einen bestimmten Behandler besteht nicht.
Glauben die (Verfasser dieses Unsinns) wirklich ernsthaft, ich ließe aufgrund dieser Allgemeinen Geschäftsbedingung einen Studenten an meine Wurzelkanäle?
Nach der Unterschrift ging es dann in den Behandlungsraum, der im Haus II untergebracht war … vorbei an diesen einladenden Einrichtungen.
Ich war erleichtert, daß mich weder ein Student mit ’ner Kombi-Zange erwartete, noch ein Folterstuhl aus dem vorletzten Jahrhundert.
Sondern eine die oben genannte Empfehlung noch übertreffende, hervorragende Behandlung mit einer Hightech-Medizin, die dazu beitragen wird, meinen Ruf als bissiger Verteidiger noch weitere 5 Jahrzehnte zu erhalten.
Vielen Dank, Dr. N. und Frau K.
Die Studenten sind keine 18 sondern bereits Ärzte (Dr. med. univ.) und machen ihren zweiten Doktortitel (Dr. dent.).
Die Einrichtung sieht allerdings etwas russisch aus ;).
Mit rustikaler Einrichtung der gezeigten Art wurde vor ca. 30 Jahren ein irreparabler psychischer Schaden an mir verbrochen. Inzwischen bin allerdings auch ich zur Komplettsanierung gelangt – wenn auch auf niedrigstem Niveau, mit zahnfarbenen Füllungen und wenigen Kronen dank Härtefallregelung.
Wie auch immer: ich wünsche dem Herrn RA baldigen Behandlungserfolg. Das Vorher- / Nachhergefühl ist unvergleichlich, und ich habe mich so manches mal bei dem Gedanken ertappt, warum ich die Sache so lange vor mir hergeschoben habe (und warum man überhaupt Dinge aufschiebt).
Viel Glück!
Sorry, aber es war/ist nicht meine Absicht, die Studenten zu diskredieren. Aber vor einem Dr. dent. N. fürchten sich meine Zähne deutlich weniger als vor einem Dr. med. univ., und sei letzterer auch zwingend ein Kandidat für ein summa cum laude.
Zum zweiten Punkt: Gleichwohl liegt die Klinik im Westteil der Stadt. ;-)
… als alter Berliner ist mir noch in Erinnerung, dass die Charité das Universitätsklinikum der Humboldt-Uni war und insoweit zwangsläufig im „Osten“ der Stadt gelegen haben muss (insoweit die Anmerkung von Kommentator zu 1 wohl durchaus Wahrheit in sich tragen kann, was die russische Einrichtung angeht). Ob dies nach der Bezirksreform allerdings immer noch so ist, weiß ich nicht. Früher zählte die Charité noch zu Berlin Mitte und lag tatsächlich unweit der Grenze.
Wie jetzt – seit fünfzig Jahren nicht mehr beim Zahnarzt? Das ist wohl ein Rekord.
@ marcus:
Aßmannshauser Str. 4-6, 14197 Berlin (Nähe Heidelberger Platz)
Siehe: http://www.charite.de/zahnerhaltung/
Oh, mit Fußantrieb und Riemen! Das habe ich zuletzt in einem zum Museum ausgebauten Bunker des zweiten Weltkriegs gesehen.
„Die“ Charite gibt es auch nicht – die Charite gibts in Spandau, Buch, Wedding und Mitte. :)
@1:
– Deutsche Universitäten vergeben nicht den Titel „Dr. med. univ.“.
– Die zahnmedizinische Promotion berechtigt zum Führen des Titels „Dr. med. dent.“.
– Normalerweise haben Studenten der Zahnmedizin vorher nicht zusätzlich Medizin studiert und können daher nicht den Titel „Dr. med.“ führen.
– Das Zahnmedizinstudium ist völlig unabhängig vom Medizinstudium. Da es aber sehr praxisorientiert ist, behandeln die Studenten bereits während ihres Studiums regelmäßig Patienten. Um dies zu ermöglichen, steht die Klausel im o.a. Behandlungsvertrag.
Also ich hab mal meine Zähne als Student in der Zahnklinik Ulm machen lassen; von einer hübschen Studentin.
Hat zwar ewig gedauert, weil man nach jedem Schritt auf den Prof. warten musste, der alles kontrolliert und „behinweist“ hat, aber die Plomben hab ich heute noch und mein Zahnarzt jetzt (super, ohne Promotion) sagte:“erstklassige Arbeit und immernoch dicht“.
vermeiden sie zahnärzte
bei mir wurde nach 40jahren
amalgam im kiefer gefunden
(nicht im zahn)
vorher hunderte arzt und 4 klinikbesuche
wurde dreimal operiert
keine bemerkung in den berichten
amalgam hat im kiefer nicht zu sein
deshalb darf man es nicht dokumentieren
ob der patient krank bleibt ist dieser
mafia egal
dieses wurde den krankenkassen
gesundheitsämtern und sogar den
bundesgesundheitsministerium
mitgeteilt
keine antworten
typisch deutsche korruption
vorbilder für kinder
frau ulla schmidt
nur noch abzocken und luxusreisen
der ärzte bezahlt von pharmaindustrie
(also von den kranken)
GRUß rainer runge wolfsburg
@11
ist das ein lied?
oder ein gedicht?
es scheint, im land der dichter und denker scheint es doch noch einige kleine lichtlein der lyrischen kunst zu geben…..
pessimisten könnten allerdings meinen, ihr verknappter stil unvollständiger sätze sei hinweis auf die zugehörigkeit zur „generation sms-sprech“
Haha, „das Lied“ oder „das Gedicht“ finde ich echt cool.Mafia also…:)Ich hasse schon alle Zahnärzte, nicht die Persönlichkeit , sondern das Gehen zum Zahnarzt…:(Habe immer noch Angst…