Für den Mandanten waren sie ziemlich belastend, diese wiederholten Mahnungen und Zahlungsaufforderungen der Gewerbeauskunftszentrale.
Und weil es ihm wirtschaftlich gar nicht so schlecht ging, war er auch schon kurz davor, die Rechnung der
zu bezahlen, nachdem die GWE-Wirtschaftsinformations GmbH ihm schon Klageentwürfe und amtsgerichtliche Entscheidungen zugesandt hatte.
Ich habe mit dem Mandanten dann einen Tausch unserer Dienstleisungen vereinbart; er hilft mir und im Gegenzug helfe ich ihm. Das war für beide am Ende ein gutes Geschäft.
Unsere Kanzlei ist mit den Strukturen und Methoden vergleichbarer Unternehmungen bestens vertraut; im Rahmen von Strafverteidigungen bekommt man einen hervorragenden Einblick, wie es pfiffigen Kerlchen immer wieder gelingt, Kühlschränke an Eskimos oder den Sand in der Wüste zu verkaufen. Deswegen war es auch nicht besonders schwierig, den wunden Arschillespunkt der Gewerbeauskunftszentrale zu finden.
Es lief anfangs noch etwas zäh und wir erhielten auch zornige Reaktionen von den Gewerbeauskunftszentralorganen, aber am Ende bekam der Mandant Post aus 40597 Düsseldorf. Die GWE stornierte die Rechnung:
Und ab da war dann Ruhe im Karton.
Im Nachhinein betrachtet war es eigentlich ganz einfach; man muß nur wissen, an welcher Schraube man drehen muß. ;-)
Ich hoffe, diese Stornierung kommt bei unserem Mandanten auch noch?! Ich habe seit dem Bericht, dass die StA bei denen eingeritten ist, die Füße still gehalten. Vielleicht doch noch einmal ein „Wir-bezahlen-das-nicht-Schreiben“ aufsetzen.
Viele Grüße und ein frohes Neues :)
Hier wird alles gewonnen!
Es muss aber trotzdem Achillesferse heißen.
Das Körperteil mit Ar*** ist an anderer Stelle.
1. Gutschriften von der GWE zu erhalten ist ja nun nicht der grosse Wurf.
2. Warum nicht direkt klagen? Leichter verdient man als Anwalt kaum Geld.
@ Anwalt:
Weil nur Hasardeure und Gebührengeier ohne Not eine negative Feststellungsklage erheben. Alle anderen warten in aller Ruhe die Klage der Gegenseite ab.
Ist die Stellschraube Geheimwissen, welches nicht weiter gereicht werden darf?
Ich schätze, eine Drohung mit einer Strafanzeige wegen bandenmäßigen und gewerbsmäßigen Betruges führte zu diesem Rückzug.