Offenbar hat da bei der Staatsanwaltschaft jemand gute Laune:
Die Auswahl des Paßwortes für die Verschlüsselung der DVD gibt mir jedenfalls Anlaß, dies zugunsten der armen Menschen zu glauben, die bei dieser Behörde arbeiten müssen.
Der Mandant weiß jedoch, daß er aller Voraussicht nach eine etwas längere Zeit von einem (ungesiebten) Sommer nur träumen können wird.
Immerhin weiss dieser Staatsanwalt und Gruppenleiter, wie man ein sicheres Passwort wählt.
Wie wäre es mit Geiler$Porno!1!!Elf ? ;-)
Jedenfalls weniger langweilig, als die üblichen er47gZZ41ThtDz41jhtAz36i-Passwörter.
Das Passwort vergeben die IT Fachkräfte die das Einscannen technisch überwachen.
Allerdings scheinen die Fachkräfte der IT der Justiz bundesweit eine Neigung zu Passwörtern mit Jahreszeitenbezug zu haben. Ähnliche Passwörter sind mir schon häufiger aus unserem Haus begegnet.
Die Steuerfahndung ist da deutlich nüchterner bei der Passwortwahl.
Stichwort Staatsanwalt:
Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass der Ur-Urgroßvater von Wilhelm Brause, der aus Thüringen stammende Wilhelm von Brause (so viel Zeit war damals) vor exakt zweihundert Jahren bei der Völkerschlacht zu Leipzig von den Truppen Sachsens und Thüringens zu den Preußen lief und das dann den Habsburgern/Franzosen ins Verhängnis führte und zu dem Spruch:
So sind de Sachsen:
Helle, heeflich, heemdigsch, hinterhäldsch…
Der Vater von Wilhelm Brause war ein alter Achtundsechziger. Er pfiff auf den Adelstitel, wie Otto Schily oder Jutta Dithfurt. Ja, hätte er nur dem Bürschlein den Hosenboden strammgezogen und darauf geachtet, dass Wilhelm junior die Hausaufgaben erledigt und Klavier übt.
Da wäre es doch gar nicht erst so weit gekommen.
Nach der Ur-Urgroßmutter Sidonie wurde in Dresden die Sidonienstraße benannt.
Das Passwort hieß damals: Napoleon.
Näheres bei Wikipedia.
Es ist wohl eher das Gegenteil der Fall, wenn es wirklich stimmt, dass IT-Kräfte das Passwort vergeben: !Sommertraum steht ja da und ! heißt in sehr vielen Programmiersprachen nicht. Vermutlich sitzen also die IT-Leute irgendwo im dunklem Keller und haben daher eben nicht einen Sommertraum.
Nun, wenn die Verwahrung des Mandant ähnlich sicher ist, wie die der Akten, dann wird es vielleicht noch spannend.
Wie ist das, darf der Mandant in seine künftige Unterkunft ein Wörterbuch mitnehmen?
Das liegt am schönen Wetter hier.
Also die Strafakten, die ich mit der Post sende, die verschlüssele ich nicht. Und ich füge auch keinen Disclaimer an meine Schreiben: „Wenn Sie diese Akten bekommen, lese Sie sie nicht, wenn diese nicht für Sie bestimmt ist.“ Ich werde diese ITler nie verstehen. Es lebe die Papierakte.